Mann, Mitte 50
Ein Mann, Mitte 50, kam zu mir, weil er bei seiner beruflichen Neupositionierung nicht vorankam. Er wusste genau, was zu tun war, setzte die notwendigen Schritte aber nicht um. Ein grundsätzliches Problem damit, sich zu zeigen oder sichtbar zu sein, hatte er nicht.
Im Gespräch zeigte sich eine starke Reaktion auf seine Mutter. Sie hatte ihm als Kind wenig zugetraut. Immer wieder hatte er gehört: „Lass das lieber. Du machst nur Unordnung. Du kannst das nicht und machst es nicht richtig.“
Wir wendeten Logosynthese auf diese Erinnerung und die Wahrnehmung seiner Mutter an. Dabei wurde deutlich, wie viel Energie noch in Resignation, Rückzug und gegen sich selbst gerichteter Wut gebunden war. Gleichzeitig wurde ein bisher verdeckter Wunsch nach Aufmunterung und Ermutigung durch seine Mutter spürbar.
Auch mit diesem Wunsch arbeiteten wir. Für den Klienten wurde der innere Konflikt sichtbar: Einerseits die Wut und der Impuls, sich zurückzuziehen, andererseits die Sehnsucht nach Anerkennung und Ermutigung. Seine Energie war in diesem alten Muster gebunden und stand ihm für sein heutiges Handeln nicht frei zur Verfügung.
Nach den Logosynthese-Sequenzen erlebte er eine deutliche Erleichterung. Besonders die Erkenntnis des zugrunde liegenden Zusammenhangs veränderte seine Sicht auf sich selbst.
Zwei Wochen später gab er mir die Rückmeldung, er sei „wie ausgetauscht“. Die Arbeit an seinem Projekt gehe ihm leicht von der Hand und er befinde sich in einem „wunderbaren Flow“.
Dauer: 90 Minuten · Präsenzsitzung in Köln